Welche Konflikttypen gibt es?

So wie es unterschiedliche Konfliktarten gibt, sind auch die Menschen in ihrem Umgang mit schwierigen Gesprächen und Situationen verschieden. Es ist sicher nicht ratsam, Menschen in Schubladen zu stecken, um sie zu kategorisieren, es kann jedoch hilfreich sein, um Andere besser zu verstehen, besonders, wenn sie ganz anders reden und handeln als man selbst.

Menschen reagieren unterschiedlich in Konflikten

- Der extrovertierte Mensch
Er prescht in Diskussionen nach vorne, hat keine Angst, seine Meinung zu äußern und seine Interessen zu vertreten. Einige Menschen neigen sehr zur Rechthaberei, überfahren andere Menschen mit eigenen Ansichten, kritisieren alles und jeden und suchen die Schuld gerne bei allen, nur nicht bei sich selbst.

- Der introvertierte Mensch
Er ist eher leise, sehr zurückhaltend und tut sich oft schwer, seine Meinung in Konflikten zu äußern, wenn ja, benötigt dies einen längeren Zeitrahmen, bis er dies tut. Wer diesen Menschentyp unterschätzt, tut sich oft selbst keinen Gefallen, denn Introvertierte haben oft ein sehr feines Gespür für Menschen und Situationen und hören sehr gut. Leider führt das lange Warten des Ansprechens oft dazu, dass „eine dicke Rechnung“ präsentiert wird und Sachen und Situationen auf den Tisch kommen, die schon extrem lange zurückliegen.

- Der detailverliebte Mensch
Dieser Mensch möchte gerne jeden Konflikt auf der Sachebene klären, Details und Fakten sind für ihn sehr wichtig, Gefühle lässt er gerne außen vor und erwartet dies auch von seinem Umfeld. Oft reagiert er sehr barsch, wenn Menschen die Sachebene verlassen, nicht selten behandelt er andere herablassend.

- Der analytische Mensch
Er verlangt Offenheit, will alle Fakten auf den Tisch gelegt haben, Kritik ist für ihn nichts Störendes. Grundsätzlich ein gutes Konfliktverhalten, wenn er sich nicht in Analyse und Detail verliert und nicht aus den Augen verliert, dass es Menschen gibt, die mit Kritik nicht gut umgehen können.

- Der intuitive Mensch
Details und Analyse sind ihm fremd, ihm geht es in erster Linie um eine Lösung, hinterfragt Menschen und Motive. Grundsätzlich ein sehr hilfreiches Hinterfragen, wenn akzeptiert werden kann, dass Konflikte sich auch auf der Sachebene abspielen können und nicht stets zu viel in jede Diskussion hineininterpretiert wird.

- Der harmoniebedürftige Mensch
Konflikte sind ihm unangenehm, er möchte gerne mit jedem Menschen Harmonie und fördert diese, seiner Meinung nach, indem er Konflikte und schwierige Gespräche nicht aufkommen lässt, immer nachgibt, es den Menschen recht macht.

Und auch wenn es noch anstrengender wird: Meistens sind Menschen nicht wirklich in eine Schubalde einzuordnen!

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