Konflikte lösen

Ausgesprochen schwierig.
Unausgesprochen eine Katastrophe.

Wer wissen möchte, welche Macht ein Teamkonflikt entfalten kann, gibt ihm Zeit. Ignorieren, wegschauen, Kopf in den Sand stecken, alles legitim. Der Konflikt wird sich in dieser Zeit in Ruhe ausbreiten. Er wird für immer schlechtere Stimmung sorgen, den Krankenstand erhöhen und die Motivation verringern. Der Konflikt wird sich Ihres Büros und Arbeitsalltags bedienen, wird Teammitglieder gefangen nehmen und vereinnahmen.
Sie können aber auch anders handeln. Es ist Ihre Entscheidung.

Schlechte Gespräche bezahlt man mit Nerven.
In gute Dialoge investiert man Zeit.




Teamkonflikte lösen

Bei dem Wort „Konflikt“ verlassen die meisten Menschen den Raum, bei der Kombination „Team & Konflikt“ hört in vielen Unternehmen, Projekten und Abteilungen der Spaß komplett auf. Teamkonflikte sind das, was die meisten Menschen aus ihrem Berufsalltag kennen, doch die wenigsten empfinden diese Situation als angenehm. Teamentwicklung, Mitarbeiterführung, Haltung einnehmen, Konflikte lösen, Harmonie fördern: Schlagworte, die genau das bleiben, wenn nicht jeder Einzelne im Team handelt. Konfliktgespräche führen, Tipps befolgen, Ergebnisse absichern, Emotionen zäumen: Willkommen im schwierigsten Spiel der Kommunikation!

Ein Blick zurück. Viele nach vorn.

“Die Gegenwart ist das Resultat der Vergangenheit… “
Wenn dies so ist, ist es umso erstaunlicher, dass viele Teams nicht bereit sind, die Vergangenheit anzusehen, Konflikte zu klären, um ein sicheres Fundament für die Zukunft zu bauen.
Statt einen Blick nach hinten zu werfen, ist man der Meinung:

  • Es nutzt nichts. Die Vergangenheit sollte ruhen. Aus und vorbei!
  • Vergangenheitsbewältigung sorgt nur für unnötige Unruhe.
  • Das Team will sich lieber ausschließlich um die Zukunft kümmern.

Was passiert?

Die Vergangenheit kommt in den Topf und ein passender Deckel obendrauf. Doch der heiße Konfliktherd wird dafür sorgen, dass dem Team eines Tages der Deckel gewaltig um die Ohren fliegen wird. Die Teamentwicklung wird im bestens Fall lediglich stagnieren. Liest sich vielleicht witzig, ist es aber nicht. Denn was passiert, wenn der Druck zu stark wird, die Konflikte im Team nicht geklärt werden? 

  1. Die Teammitglieder sind nicht motiviert.
  2. Es gibt kein Vertrauen - weder in die Gegenwart, noch in die Zukunft, schon gar nicht in das Team, von der Führungskraft und dem Teamleiter schweigen wir an dieser Stelle komplett.
  3. Die Eskalation und der Konflikt ist nicht aufzuhalten.
  4. Emotionen brodeln. Mindestens.

Ende? Absehbar.

Konfliktlösung sinnvoll nutzen

Die Vergangenheit ist ein Teil der Gegenwart, was nichts anderes bedeutet als: Alle Teamkonflikte, die nie, oder nicht richtig, geklärt wurden, sorgen dafür, dass die aktuelle und gegenwärtige Situation nicht “klar” sein kann und es auch nicht wird. Geschweige denn, dass alle Beteiligten Interesse haben oder motiviert sind, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Das gesamte Menü der aktuellen Teamleistung, der Teamentwicklung, besteht aus mehreren Zutaten, doch die Vergangenheit bildet die Basis für die aktuellen und zukünftigen Erfahrungen.

  1. Vergangenheitsbewältigung bringt sehr viel und die Klärung der Konflikte ist die Basis für die weitere Zusammenarbeit Es geht hierbei nicht um die Schuld- oder Rechtfrage, sondern um eine Klärung der Situation. Nicht im Brei herumstochern, sondern klar und fokussiert Dinge und Situationen ansprechen. Lösen. Aufräumen. Manchmal anstrengend, nie vergebens.
  2. Ja, es gibt Unruhe. Sichtbar, spürbar, für jeden zu spüren. Und? In den nächsten stabilen Zustand gelangt das Team erst dann, wenn es mutig genug war, den Müll zu entsorgen.

Das Resultat:

Die Zukunft kann kommen, das Miteinander und die Spielregeln wurden geklärt, das Team hat gelernt, verstanden, akzeptiert und ist bereit: auch für Veränderungen. Holen Sie sich externe Beratung, wenn Sie bemerken, dass die Aufmerksamkeit zu sehr abschweift. Zeit und Ihre Energie sind keine Ressourcen, die Sie verplempern sollten und die Teamentwicklung hat oberste Priorität. Hat sie doch, oder?

Will jeder im Team den Konflikt lösen?

Teamkonflikte lösen: nicht immer gewollt

Konfliktlösungen sind gefragt, theoretisch, denn praktisch erstaunt es immer wieder, wenn in der gemeinsamen Zusammenarbeit vorab Ziele definiert werden sollen, wie z.B.:

  • Es darf kein Mitarbeiter, keine Mitarbeitern, das Team verlassen.
  • "Bringen Sie Herrn Müller bei, dass er sich anders verhalten muss."
  • Frau Zwieback sollte lernen, ihre Emotionen im Griff zu haben.
  • Das Verhalten der Führungskraft bzw. des Vorgesetzten darf nicht von den Teammitgliedern angezweifelt werden.
  • Über Fehler im Unternehmen wollen wir gar nicht reden.
  • Wir wünschen uns Rollenspiele, an den eigenen Konflikten zu arbeiten, ist uns zu anstrengend.

Welche Externen machen dieses Spiel eigentlich noch mit?

Ziele unserer Zusammenarbeit können zum Beispiel sein:

  • Konflikte klären. (Lesen Sie noch? Ich wette, dass allein dies schon ein Punkt ist, der von keinem Team ad hoc beantwortet werden kann. Wenn Sie die Wette eingehen möchten, schreiben Sie mir eine E-Mail und beantworten die Frage, wann der Konflikt für das Team geklärt ist. Wetteinsatz? Klären wir gerne vorab.)
  • Klarheit gewinnen.
  • Absprachen zu treffen und – oh Wunder- diese auch einzuhalten,
  • klare Kommunikation
  • “reinen Tisch” zu machen und wenn noch vorhanden,
  • Vertrauen zu stärken oder
  • aufzubauen.
  • Schwachstellen im Team/Unternehmen/Projekt zu benennen und
    neue Ziele zu definieren.
     

Es kann keine Option sein, vorab festzulegen, was alles nicht besprochen werden darf, denn meistens liegt genau dort das Problem, ist genau an der Stelle Lösungsbedarf, ist genau dort der Punkt, der die meiste Energie abzieht.


Echte Konfliktlösungen zu finden ist nicht immer leicht
Wenn es um Konfliktlösungen geht, geht es um Klarheit. Und die ist oft, im ersten Moment, nicht besonders schön, aber das ist auch nicht ihr Anspruch. Wer also zu Beginn eines Weges in Konfliktsituationen bestimmte Möglichkeiten ausschließt, tut vielleicht gut daran, sich genau diese Optionen genauer anzusehen. Unter Umständen liegt genau dort ein Kern des Problems. Ausgeschlossen ist das auf keinen Fall.

Konflikte im Team: Wie stellt man Harmonie her?

Fördern Sie die Harmonie, indem Sie Konflikte klären!
Konflikte in Teams, Projekten und Unternehmen gehören zur “Tagesordnung”. Ungelöster Streit ruft bei vielen Menschen Angst hervor und es wird zur individuellen Konfliktvermeidungsstrategie gegriffen, die meistens nur dafür sorgt, dass die Konfliktsituation noch schlimmer wird - oder gar eskaliert. Wenn jedes Teammitglied Selbstverantwortung, könnte die Teamentwicklung auf das nächste Level gehoben wird. Eine schöne Theorie, die mit dem Arbeitsalltag unendlich vieler Teams nicht viel gemeinsam hat.

Wenn Sie merken, dass Sie schwierigen Gesprächen aus dem Weg gehen, dann könnten diese Schritte hilfreich sein:

  1. Ängste: Finden Sie heraus, was genau Ihnen Angst macht und setzen Sie sich mit Ihren Befürchtungen ehrlich auseinander.
  2. Beobachten Sie Ihr Verhalten: Wann sprechen Sie Konflikte nicht an, wann gehen Sie ihnen aus dem Weg? Was ist der Grund dafür?

Leicht geschrieben, oft schwierig umgesetzt. Bleiben Sie am Ball und laufen nicht vor sich selbst weg. Was Sie für sich geklärt haben, werden Sie den Rest Ihres Lebens immer wieder nutzen können, ein echter Gewinn für Sie!


Haltung erfordert übrigens Anwesenheit!

Konflikte so schnell wie möglich klären, damit Teamarbeit wieder Spaß macht.

Je schneller Sie ein Missverständnis oder einen Konflikt klären, desto schneller werden Sie ihn lösen. Hier gilt in der Tat der Umkehrschluss:

Je länger Sie warten, desto schwieriger und länger dauert die Klärung.

Die kleine, an Ihrer Tür klopfende, Streitsituation will nichts anderes als Ihre Aufmerksamkeit. Geben Sie diese in Form eines Klärungsgespräches, ist die Sache meist relativ zügig gelöst.


Konfliktvermeidung

Vermeiden Sie Konflikte im Team, so machen Sie sich klar, dass Sie damit dazu beitragen, dass keine “Harmonie” bzw. Klarheit entstehen kann. Sie sorgen mit dieser Strategie dafür, dass der Konflikt u.U. eskaliert, mindestens aber sich sehr lange fortsetzt. Der Kollege nervt Sie, macht seine Arbeit nicht richtig, die Kollegin vergisst ständig, Sie in den Mail-Verteiler mit aufzunehmen? Klären Sie es zügig, stehen Sie für sich ein, damit nicht am Ende Sie der Mensch sind, der unnötig leidet, Magenschmerzen hat, sich ständig ärgert und nicht mehr mit Spaß bei der Arbeit ist.

Noch einen Schritt weiter:

Mit der Konflitkvermeidung verraten Sie sich selbst, weil Sie sich nicht ernst nehmen.

Wie schwierig ist es, einen Konflikt im Team zu lösen?

Konflikte lösen ist nicht schwer?

Konflikte im Team zu lösen ist angeblich nicht schwer. Fragen Sie mich bitte nicht, wer das in die Welt trug, aber ich bin sicher, dass die meisten Menschen dieser Aussage nicht zustimmen. Es kann verdammt anstrengend sein, für sich und seine Bedürfnisse einzustehen, klar zu sagen, was man will, und was nicht, eine klare Haltung einzunehmen, wenn die eigene Welt gerade ein (hoffentlich noch kleines) Chaos ist. Gehen Sie in kleinen Schritten und fangen bei und mit der wichtigsten Person an: sich selbst.

Was wollen Sie?
Liest sich banal, ist aber entscheidend: Möchten Sie, dass man Ihnen zustimmt und macht, was Sie wollen? Dass der Kunde seine Rechnung bezahlt? Wann ist der Konflikt für Sie gelöst? Machen Sie sich klar, wie genau die Lösung aussieht, was das Problem ist. Nehmen Sie sich Zeit und schreiben möglichst alles auf. Es ist immer wieder erstaunlich, wie klar man wird, wenn man seine Gedanken schriftlich ordnet.


Klare Haltung.
Nicht immer leicht, schon gar nicht in Konfliktsituationen, besonders dann, wenn das eigene Selbstbewusstsein schon leidet und die ungeliebten Glaubenssätze Schlange stehen. Fragen Sie sich, wofür Sie einstehen. Was ist Ihnen wichtig? Was sind Ihre Erwartungen, Wünsche oder Werte? Was möchten Sie vermitteln?


Klare Worte in schwierigen Gesprächen.
Unmissverständlich, klar und deutlich, so sollten Ihre Worte in Konfliktsituationen sein. Damit Ihr Gegenüber Sie versteht und eine Chance hat, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen. Sagen Sie, worum es Ihnen geht, was Sie wollen, mit Punkt 1 haben Sie dies bereits für sich geklärt.


Bleiben Sie standhaft!
Das heißt nicht stur, sondern bedeutet, dass Sie wissen, was Sie wert sind, was Sie wollen und das entsprechend kommunizieren. Weichen Sie nicht zurück, wenn der Wind von vorne kommt.


Gibt es noch etwas Positives?
Es schadet auf keinen Fall, wenn Sie aufschreiben, was Sie mit der betroffenen Person gut können, was Ihnen in der Vergangenheit Spaß gemacht hat, wo Sie Gemeinsamkeiten sehen. Es geht nicht darum, eine künstliche Harmonie herzustellen, sondern darum, dass Sie sich bewusstmachen, was die Person Ihnen wert ist. Lohnt sich der Streit überhaupt? Oder will einfach nur Ihr Ego den Krieg gewinnen? Letzteres ist legitim, führt aber nicht zur Klärung. Sollten Sie übrigens merken, dass diese Person Ihnen egal ist, bleibt die Frage, warum Sie keinen Schlussstrich ziehen. Und erlauben Sie dem Vorwand, dass es vermutlich keine Alternative gibt, bitte nicht zu lange, in den Gehirnwindungen zu bleiben.


Reden Sie!
Kommunikation kann eine Falle sein, heraus kommt man leider nur, wenn man redet. Sie merken, die Katze beißt sich in den Schwanz. Nehmen Sie sich Zeit, vereinbaren ein Treffen und reden Sie über den Konflikt, eine Lösung, einen gemeinsamen Weg. Wenn das nicht reicht, dann ein neues Treffen vereinbaren. Wenn Ihnen eine Lösung und die Person wichtig sind, dann ist Ihnen dieser Aufwand etwas wert: auch Ihre Zeit. Funktioniert das nicht und alle an der Konfliktsituation Beteiligten sind aber gewillt, holen Sie sich externe Unterstützung. Das ist übrigens ganz und gar kein Armutszeugnis, sondern Ausdruck von Wertschätzung und Zeichen von Verantwortung. Den anderen Menschen gegenüber und Ihnen selbst. Es sind Ihre Nerven, Ihre Zeit, Ihre Energie, Ihr Arbeitsalltag. Handeln Sie. Zügig.

In schlechte Dialoge investiert man Nerven. In gute Gespräche Zeit.


Hören Sie zu

Wissen Sie genau, was der andere von Ihnen will? Haben Sie verstanden, warum Sie keine Lösung finden? Hören Sie zu, ohne dass Sie sich rechtfertigen und argumentieren, sondern lassen das Gesagte auch mal “sacken”. Allerdings gehört ebenso dazu: der andere sollte dies ebenso können. Konflikte zu lösen ist nicht leicht und Ruhe zu bewahren, wenn man sich angegriffen fühlt, schon gar nicht.
Wichtig ist: Bleiben Sie bei sich. Sie können den anderen nicht ändern, lediglich für Ihre Worte und Taten die Verantwortung übernehmen, womit man meistens ja schon genug zu tun hat.

Liest sich alles ganz leicht, nur die Umsetzung ist die Herausforderung. Wenn Sie Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, lassen Sie uns miteinander reden.

 

Einen Rückruftermin vereinbaren, um herauszufinden, wie wir Ihre Teamkonflikte lösen können!
Jetzt Teamkonflikte lösen.
Konflikte jetzt lösen. Kirstin Nickelsen