Wie kommt es zu Konflikten zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung?



Vertrauen, Zuverlässigkeit, richtiger Umgang mit Macht, Zufriedenheit und Motivation - all dies sind wichtige Komponenten im Arbeitsumfeld. Und sehr sicher auch in der Zusammenarbeit von Geschäftsführung und Betriebsrat.

Konfliktfelder - in einem an sich bereits mit Spannung beladenem Arbeitsbereich

Unterschiedliche Interessen und Störungen im Zwischenmenschlichen - und damit in der Kommunikation - Missverständnisse und Interpretationen, die Liste der Eskalationsmöglichkeiten ist lang.

Konkrete Konfliktfelder sind z.B.

  • Umgang der Betriebspartner miteinander
  • Mitglieder der Listen (Liste 1 vs. Liste 2)
  • Verletzung von Rechten
  • gemeinsame Vereinbarungen treffen
  • Vereinbarungen nicht einhalten
  • Um- oder Neustrukturierung

Oft kommen aber auch Äußerungen, wie z.B. "Der Ton in den Sitzungen ist unterirdisch", "Es werden Machtspiele gespielt" oder "Nach 1,5 Jahren im Betriebsrat schmeißt hier fast jeder das Handtuch".

Konflikte lösen

Konflikte sind normal - ein Spruch, den wir alle kennen. Wenn Konflikte nicht gelöst werden, dann ist eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Die Folgen sind oft nicht nur dort eklatant wo Konflikte entstehen, sondern ziehen ihre Kreise im Unternehmen. Mit Folgen, die oft nicht direkt zu bemessen sind. Wer keinen Blick auf die Konfliktkosten hat, der hört sich einfach im Unternehmen um und lauscht dem Flurfunk.

Argumente für eine Mediation

Die Erfahrung zeigt, dass die Mediation ein lösungsorienter Weg ist, der besonders in einem Spannungsfeld wie dem zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung zu sehr guten Ergebnissen führt. Manchmal wird ein Deckmantel über die Mediation gelegt, indem man sie "Workshop Konfliktlösung" nennt. Lösungsorientiert an der Konfliksituation zu arbeiten ist durch die Mediation möglich, sodass alle Bereiche und Themen abgedeckt werden können, auch die die zwischenmenschlichen. Und last but not least halten Sie so auch noch die Konflikkosten im Zaun. Je früher dieser Lösungsweg eingeschlagen wird, desto besser und schneller sind die Lösungen zu erwarten. In einer Mediation unterstützt die Mediatorin die Lösung, Entscheidungen treffen ausschließlich die Parteien.

Der Ablauf der Mediation

Die 5 Phasen der Mediation sind oft sehr ähnlich.

  1. Auftragsklärung
    Ziel der Mediation und des Mediationsverfahrens, die Rolle und Haltung der Mediatorin, sowie Planung des weiteren Ablaufs.
  2. Themensammlung
    Die Themen und Konfliktfelder werden gesammelt, abgesteckt, von allen Konfliktparteien bestätigt und für den weiteren Verlauf strukturiert.
  3. Positionen und Interessen/Sichtweisen - und Hintergrunderkundung
    In der dritten Phase beginnt die eigentliche Problembearbeitung mit der Entscheidung über das erste zu behandelnde Thema. Danach erhalten die Beteiligten Gelegenheit, ihre Sicht des jeweiligen Aspekts des Konflikts zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Informationen, Daten und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Parteien vertieft eingegangen und damit der Konflikt umfassend beleuchtet werden kann. Wichtig ist in dieser Phase vor allem der Übergang von Positionen zu dahinter liegenden Interessen. Außerdem werden üblicherweise Maßstäbe für eine aus Sicht der Beteiligten gerechte bzw. sinnvolle Lösung entwickelt. Dabei kommen neben den Positionen der Konfliktparteien deren Hintergründe, Ziele, Interessen und Emotionen, Identitätsaspekte (Rollen, Selbstbild) und Erkenntnisse über tiefere Ursachen des Konflikts zum Vorschein. Eine schöne und leichte Beschreibung für die Phase, die durchaus herausfordernd sein kann.
  4. Sammeln und Bewerten von Lösungsoptionen
    Meine Erfahrung ist, dass die Lösungen und Optionen bzw. Handlungsalternativen bereits in der 3.Phase auf den Tisch gelegt wurden - auch die, die bisher eher nicht infrage kamen. Schritt 4 ist also schon der Schlussspurt, der Ausklang, wenn das Gewitter vorbei ist und man anfängt zu sehen, dass die Lage sehr viel klarer ist als zu Beginn.
  5. Abschlussvereinbarung
    Protokollführung dort, wo gewünscht, schriftliche Zusammenfasungen.

In unserer Zusammenarbeit werde ich Ihnen zwei Vorschläge unterbreiten, wie die Mediation eingebettet werden kann, damit der Lösungsweg noch schneller erarbeitet wird. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Umgang miteinander und verbessert umgehend die Zusammenarbeit.

Mediaton GF - Betriebsrat
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