Teammediation: Teamkonflikte lösen

Konflikte lösen für gute Zusammenarbeit im Team

  • Was bewirkt Teammediation, wie nutzt sie, was sind mögliche Ziele?
  • Wie lauten die größten Vorurteile und werden Konflikte wirklich gelöst?
  • Teammediation als Lösung für Konflikte, kann das wirklich funktionieren?
  • Ist das nicht alles Augenwischerei?
  • Wann klappt Teammediation nicht?
  • Konflikte im Team, ist das nicht auch normal?
Prozent ihrer Arbeitszeit verbringt eine Führungskraft mit Konflikten.

Die Teammediation ist ein Lösungsweg, auf dem Konflikte mit Unterstützung einer Mediatorin gelöst werden. Wenn belastende Konfliktsituationen spürbar die Teammitglieder beeinträchtigen, ist die Teammediation von großem Nutzen. Teilnehmer einer Teammediation können sowohl die Mitarbeiter einer Abteilung sein, aber auch z.B. Projekt- und Arbeitsgruppen.

Meistens gibt es in der Zusammenarbeit mit mir als Mediatorin eine Mischform aus Mediation im Team, Einzelgesprächen, Arbeit in kleineren Gruppen und des gesamten Teams, sodass mehr und mehr auch von einem „Workshop“* gesprochen werden kann, als denn von ausschließlicher Mediation. (Am Ende ist es auch fast unwichtig, wie das Werkzeug heißt, Hauptsache ist doch, dass der Teammotor wieder läuft!) Der/die Konflikt(e) stehen aber im absoluten Mittelpunkt. (*Obwohl Mediation durchaus den Kinderschuhen in Deutschland entwachsen ist, gibt es immer noch Vorurteile und nicht wenig Führungskräften ist es lieber, dass sie einen Workshop zur Konfliktlösung anbieten, als eine Mediation. Zu diesem Punkt, und weiteren Vorurteilen, später in diesem Artikel mehr.)

Das Ziel der Teammediation ist,

  • die Beteiligten darin zu unterstützen, eigenverantwortlich an einer gewinnbringenden Lösung mitzuwirken und
  • die Beziehung untereinander zu stärken und zu stabilisieren.Damit wird zugleich die Grundlage für eine neue Kommunikationskultur gelegt, die zu gegenseitigem Respekt führt. Die Zusammenarbeit wird gefördert und die Teammediation wirkt sich konkret in einer Verbesserung des Klimas und der Ergebnisse nieder. Da eine Konfliktkultur und Veränderung immer nur vom einzelnen Menschen bewirkt werden kann, wird besonderes Augenmerk auf die Selbstführung und die Eigenverantwortung gelegt.

(Sollten Sie sich mit Ihrem Team momentan in einer Konfliktsituation befinden, so werden Sie bei den o.g. beiden Punkten vermutlich deutliche Zweifel haben. Das ist mehr als normal und berechtigt, wieso das gar nicht anders sein kann, lesen Sie später in diesem Artikel. Wenn Sie direkt einen konkreten Lösungsschritt umsetzen wollen, klicken Sie bitte hier.)

Viele Teamkonflikte ähneln sich in den folgenden Punkten:

  • Schlechte Kommunikations- und Informationsprozesse und mangelndes Vertrauen der Teammitglieder untereinander erschweren die Arbeitsprozesse erheblich. Konflikte entstehen nicht durch unterschiedliches Interesse oder Haltungen, sondern die Kommunikation darüber führt zu Konflikten. Dieser wohl ewig geltende Satz ist Gesetz, Verpflichtung und Aufruf an jeden einzelnen Beteiligten zugleich. 
  • Gemeinsame Werte wurden nicht definiert, nicht hinterfragt und/oder gar nicht kommuniziert. Leitbilder gibt es oft gar nicht. Wen wundert es also, dass Konflikte eskalieren, nicht wirklich gelöst werden können oder auf die lange Bank geschoben werden? Mich nicht, Sie etwa? 
  • Regeln von außen oder innen wurden schlecht oder gar nicht kommuniziert. Von innen ist keine oder kaum Veränderung möglich. Aber ausschließlich von innen ist Veränderung möglich, ein Gegensatz, der oft zu Konflikten in alten Strukturen führt.

In vielen Konfliktsituationen ist auf den ersten Blick den Teammitgliedern meistens nicht klar, woran es gerade mangelt, verständlich, sind sie als Beteiligte doch auch Teil des Systems. Da wird zwar viel über die anderen Kollegen gemeckert und alle sind unzufrieden, aber aus dem Konfliktsystem herauszutreten, das ist für ein einzelnes Teammitglied auf einer hohen Stufe der Konfliktspirale nahezu unmöglich. Kein Wunder, dass sich die Beteiligten mehr und mehr zurückziehen, krank werden oder schlicht demotiviert sind. Eine Lösungsmöglichkeit ist, dass Sie jetzt in die Umsetzung kommen und Kontakt mit mir aufnehmen.

  • Allparteilichkeit: Als Mediatorin für Teams und in Projekten begegne ich allen Beteiligten gegenüber neutral, mit Respekt und Wertschätzung. Es ist nicht meine Aufgabe zu bewerten, zu loben oder zu tadeln, schon gar nicht mache ich Vorschriften.
  • Freiwilligkeit: Absolute Voraussetzung für das Gelingen einer Teammediation ist eine freiwillige Teilnahme aller Beteiligten. Ist diese Freiwilligkeit nicht gegeben, nehme ich den Auftrag nicht an.
  • Verhandlungsbereitschaft: Eine einvernehmliche Lösung ist nur zu sichern, wenn alle Beteiligten offen miteinander reden wollen. Auch wenn dies zum jetzigen Zeitpunkt noch undenkbar erscheint, es ist in 9 von 10 Fällen möglich, sofern man bereit dazu ist. Spätestens nach der Mediation stimmen Beteiligte diesem Punkt zu.
  • Selbstverantwortung: Die Teilnehmer einer Teammediation sind für das Ergebnis selbst verantwortlich. Als Mediatorin entscheide ich nicht. Ich bin für das Verfahren verantwortlich, jedoch  in der Sache neutral.
  • Vertraulichkeit: Eine Teammediation ist immer vertraulich und nicht öffentlich. Alle Beteiligten verpflichten sich, keine Informationen an Dritte weiterzugeben.

Mediation: Nutzen für das Team

  • Verbesserte Kommunikation unter den Teammitgliedern
  • Die Effektivität des Teams steigt
  • Zufriedene Mitarbeiter und damit verbesserte Mitarbeiterbindung
  • Mobbing und innere Kündigungen verringern sich
  • Mediation verhindert langwierige und in aller Regel teurere Gerichtsverfahren mit unsicherem oder für Sie überraschendem Ausgang
  • Der Krankenstand und die Fluktuation sinkt
  • Konfliktkosten werden reduziert
  • Sie können direkt mit der Klärung des Konflikts beginnen. Die Dauer der Mediation bestimmen die beteiligten Personen selbst
  • Ebenso bestimmen die beteiligten Personen den Inhalt einer Einigung gemeinsam, es wird kein Vergleich von außen vorgegeben
  • Inhalte sind streng vertraulich
  • Geschäfts- und Arbeitsbeziehungen können aufrechterhalten werden
  • Mediation hilft, Ressourcen zu sparen und Leistung zu steigern

    Last but not least:

    Der Job macht wieder Spaß. So lapidar sich dies auf den ersten Blick auch liest: Spaß und Freude an einem Platz, an dem man täglich viele Stunden verbringt, mit Menschen, die man länger sieht als Familie und Freunde, kann sehr sicher nicht schaden. Wer je erlebt hat, wie quälend Teamarbeit sein kann, wird dies bestätigen.

Teammediation: die größten Vorurteile

„Mediation ist doch Stuhlkreis, Räucherstäbchen und Ich-Formulierungen!“

Es mag sein, dass die Mediation zu ihrem Ruf kam, weil das Wort nahe zu Meditation ist. Vielleicht haben einige Mediatoren auch in ihren Anfängen über das Ziel hinausgeschossen, wer weiß das schon so ganz genau.

Fakt ist: Räucherstäbchen nutze ich nicht, die Ich-Formulierungen sind überbewertet, der Stuhlkreis ist jedoch einfach praktisch, wenn man mit mehreren Menschen arbeitet, die sich nicht hinter Tischen verschanzen sollen.

Was die Ich-Formulierungen und weitere Techniken der Kommunikation betrifft: 

Sie bringen gar nichts, außer mittlerweile bei völlig überschulten Mitarbeitern Misstrauen, wenn sie als Technik angewandt werden. Das gilt ebenso für Feedback-Regeln oder alles, was Ihnen jetzt an erlernten Formen in den Sinn kommt. Wenn eine Technik nicht als Transportmittel verstanden, sondern als Manipulation angewandt wird, darf der/die Aussender/in sich nicht wundern, wenn das Team noch mehr rebelliert, Kollegen noch mehr die Ohren auf Durchzug stellen oder Mitarbeiter sich innerlich nur noch abwenden.

„Wir wollen Teamkonflikt lösen, aber …“

Nahezu völlig egal, was nach dem „aber“ an Aussagen kommt, es sind Vorwände und Ausreden. Wer wirklich Teamkonflikte lösen möchte, der übernimmt Verantwortung. Für sich und für die Kollegen. Handeln ist die einzige Option, Ausreden und Gejammer gab es in der Vergangenheit genug, oder nicht? Und so können Sie natürlich sich noch 292 Seiten von Mediatoren in Deutschland ansehen. Oder direkt in die Umsetzung kommen.

Gelöste Konflikte, besseres Arbeitsklima, eine entspanntere Atmosphäre. Und endlich wieder die Zeit für die wirklichen Dinge nutzen zu können, die für das Team und/oder das Unternehmen von Nutzen sind: all das kann eine Teammediation bewirken. Und meistens noch sehr viel mehr.