Teammediation: Teamkonflikte lösen

Teammediation: Gelöste Konflikte für gute Zusammenarbeit

Kirstin Nickelsen. Wirtschaftsmediatorin, Autorin und Trainerin.
Kirstin Nickelsen arbeitet seit 18 Jahren als Wirtschaftsmediatorin, Autorin und Trainerin.

♣ Was bewirkt Teammediation, wie nutzt sie, was sind mögliche Ziele?
♣ Wie lauten die größten Vorurteile und werden Konflikte wirklich gelöst?
♣ Teammediation als Lösung für Konflikte, kann das wirklich funktionieren?
♣ Ist das nicht alles Augenwischerei?
♣ Wann klappt Teammediation denn nicht?
♣ Konflikte im Team, ist das nicht auch normal?

Fragen über Fragen, hier einige Antworten.

Teammediation

Die Teammediation ist ein Lösungsweg, auf dem Konflikte mit Unterstützung einer Mediatorin gelöst werden. Wenn belastende Konfliktsituationen spürbar die Teammitglieder beeinträchtigen, ist die Teammediation von großem Nutzen. Teilnehmer einer Teammediation können sowohl die Mitarbeiter einer Abteilung sein, aber auch z.B. Projekt- und Arbeitsgruppen.

Meistens gibt es in der Zusammenarbeit mit mir als Mediatorin eine Mischform aus Mediation im Team, Einzelgesprächen, Arbeit in kleineren Gruppen und des gesamten Teams, sodass mehr und mehr auch von einem „Workshop“* gesprochen werden kann, als denn von ausschließlicher Mediation. (Am Ende ist es auch fast unwichtig, wie das Werkzeug heißt, Hauptsache ist doch, dass der Teammotor wieder läuft!)

Der/die Konflikt(e) stehen aber im absoluten Mittelpunkt. (*Obwohl Mediation durchaus den Kinderschuhen in Deutschland entwachsen ist, gibt es immer noch Vorurteile und nicht wenig Führungskräften ist es lieber, dass sie einen Workshop zur Konfliktlösung anbieten, als eine Mediation. Zu diesem Punkt, und weiteren Vorurteilen, später in diesem Artikel mehr.)

Teammediation: mögliche Ziele

Das Ziel der Teammediation ist,

  • die Beteiligten darin zu unterstützen, eigenverantwortlich an einer gewinnbringenden Lösung mitzuwirken und
  • die Beziehung untereinander zu stärken und zu stabilisieren.Damit wird zugleich die Grundlage für eine neue Kommunikationskultur gelegt, die zu gegenseitigem Respekt führt. Die Zusammenarbeit wird gefördert und die Teammediation wirkt sich konkret in einer Verbesserung des Klimas und der Ergebnisse nieder. Da eine Konfliktkultur und Veränderung immer nur vom einzelnen Menschen bewirkt werden kann, wird besonderes Augenmerk auf die Selbstführung und die Eigenverantwortung gelegt.

(Sollten Sie sich mit Ihrem Team momentan in einer Konfliktsituation befinden, so werden Sie bei den o.g. beiden Punkten vermutlich deutliche Zweifel haben. Das ist mehr als normal und berechtigt, wieso das gar nicht anders sein kann, lesen Sie später in diesem Artikel. Wenn Sie direkt einen konkreten Lösungsschritt umsetzen wollen, klicken Sie bitte hier.)

Teammediation: mögliche Themen

Viele Konflikte in Teams ähneln sich in den folgenden Punkten, wobei die Gewichtung eine unterschiedliche sein kann.

  • Schlechte Kommunikations- und Informationsprozesse und mangelndes Vertrauen der Teammitglieder untereinander erschweren die Arbeitsprozesse erheblich. Konflikte entstehen nicht durch unterschiedliches Interesse oder Haltungen, sondern die Kommunikation darüber führt zu Konflikte. Dieser wohl ewig geltende Satz ist Gesetz, Verpflichtung und Aufruf an jeden einzelnen Beteiligten zugleich.
  • Gemeinsame Werte wurden nicht definiert, nicht hinterfragt und/oder gar nicht kommuniziert. Leitbilder gibt es oft gar nicht. Wen wundert es also, dass Konflikte eskalieren, nicht wirklich gelöst werden können oder auf die lange Bank geschoben werden?
  • Regeln von außen oder innen wurden schlecht oder gar nicht kommuniziert. Von innen ist keine oder kaum Veränderung möglich. Aber ausschließlich von innen ist Veränderung möglich, ein Gegensatz, der oft zu Konflikten in alten Strukturen führt.

In vielen Konfliktsituationen ist auf den ersten Blick den Teammitgliedern meistens nicht klar, woran es gerade mangelt, verständlich, sind sie als Beteiligte doch auch selber Teil des Systems. Da wird zwar viel über die anderen Kollegen gemeckert und alle sind unzufrieden, aber aus dem Konfliktsystem herauszutreten, das ist für ein einzelnes Teammitglied auf einer hohen Stufe der Konfliktspirale nahezu unmöglich. Kein Wunder, dass sich die Beteiligten mehr und mehr zurückziehen, krank werden oder schlicht demotiviert sind. Eine Lösungsmöglichkeit ist, dass Sie jetzt in die Umsetzung kommen und Kontakt mit mir aufnehmen.

♣ Teammediation: Prinzipien des Mediationsverfahrens

  • Allparteilichkeit: Als Mediatorin für Teams und in Projekten begegne bin ich allen Beteiligten gegenüber neutral, mit Respekt und Wertschätzung. Es ist nicht meine Aufgabe zu bewerten, zu loben oder zu tadeln, schon gar nicht mache ich Vorschriften.
  • Freiwilligkeit: Absolute Voraussetzung für das Gelingen einer Teammediation ist eine freiwillige Teilnahme aller Beteiligten. Ist diese Freiwilligkeit nicht gegeben, nehme ich den Auftrag nicht an.
  • Verhandlungsbereitschaft: Eine einvernehmliche Lösung ist nur zu sichern, wenn alle Beteiligten offen miteinander reden wollen. Auch wenn dies zum jetzigen Zeitpunkt noch undenkbar erscheint, es ist in 9 von 10 Fällen möglich, sofern man bereit dazu ist. Spätestens nach der Mediation stimmen Beteiligte diesem Punkt zu.
  • Selbstverantwortung: Die Teilnehmer einer Teammediation sind für das Ergebnis selbst verantwortlich. Als Mediatorin entscheide ich nicht. Ich bin für das Verfahren verantwortlich, jedoch  in der Sache neutral.
  • Vertraulichkeit: Eine Teammediation ist immer vertraulich und nicht öffentlich. Alle Beteiligten verpflichten sich, keine Informationen an Dritte weiterzugeben.

Teammediation: Nutzen für das Team

  • Verbesserte Kommunikation unter den Teammitgliedern
  • Die Effektivität des Teams steigt
  • Zufriedene Mitarbeiter und damit verbesserte Mitarbeiterbindung
  • Mobbing und innere Kündigungen verringern sich
  • Mediation verhindert langwierige und in aller Regel teurere Gerichtsverfahren mit unsicherem oder für Sie überraschendem Ausgang
  • Der Krankenstand und die Fluktuation sinkt
  • Konfliktkosten werden reduziert
  • Sie können direkt mit der Klärung des Konflikts beginnen. Die Dauer der Mediation bestimmen die beteiligten Personen selbst
  • Ebenso bestimmen die beteiligten Personen den Inhalt einer Einigung gemeinsam, es wird kein Vergleich von außen vorgegeben
  • Inhalte sind streng vertraulich
  • Geschäfts- und Arbeitsbeziehungen können aufrechterhalten werden
  • Mediation hilft, Ressourcen zu sparen und Leistung zu steigern

    ♣ Last but not least: Der Job macht wieder Spaß. So lapidar sich dies auf den ersten Blick auch liest: Spaß und Freude an einem Platz, an dem man täglich viele Stunden verbringt, mit Menschen, die man länger sieht als Familie und Freunde, kann sehr sicher nicht schaden. Wer je erlebt hat, wie quälend Teamarbeit sein kann, wird dies bestätigen.

♣ Teammediation: die größten Vorurteile

„Mediation ist doch Stuhlkreis, Räucherstäbchen und Ich-Formulierungen!“

Es mag sein, dass die Mediation zu ihrem Ruf kam, weil das Wort nahe zu Meditation ist. Vielleicht haben einige Mediatoren auch in ihren Anfängen über das Ziel hinausgeschossen, wer weiß das schon so ganz genau.

Fakt ist: Räucherstäbchen nutze ich nicht, die Ich-Formulierungen sind überbewertet, der Stuhlkreis ist jedoch einfach praktisch, wenn man mit mehreren Menschen   arbeitet, die sich nicht hinter Tischen verschanzen sollen.
Was die Ich-Formulierungen und weitere Techniken der Kommunikation betrifft: sie bringen gar nichts, außer mittlerweile bei völlig überschulten Mitarbeitern Misstrauen, wenn sie als Technik angewandt werden. Das gilt ebenso für Feedback-Regeln oder alles, was Ihnen jetzt an erlernten Formen in den Sinn kommt. Wenn eine Technik nicht als Transportmittel verstanden, sondern als Manipulation angewandt, wird, darf der/die Aussender/in sich nicht wundern, wenn das Team noch mehr rebelliert, Kollegen noch mehr die Ohren auf Durchzug stellen oder Mitarbeiter sich innerlich nur noch abwenden.

„Teammediation für zwei Tage, danach dauert es höchstens eine Woche und alles ist wie vorher.“

Kann im schlimmsten Fall passieren. Veränderungen von heute auf morgen sind nicht nur leicht. In dem Fall zeigt es, dass die Konflikte nicht gelöst wurden. Als Beteiligte/r können Sie sich jetzt nur selbst am Schopf packen. Oder schnellstmöglich einen neuen Mediationstag einlegen. Denn es heißt nicht zwangsläufig, dass die Mediation schlecht war, sondern vielleicht nur, dass die Konflikte zu umfangreich waren oder sich einzelne Beteiligte noch nicht selbst führen.

Auf der anderen Seite gilt immer: Nach dem Konflikt ist vor dem Konflikt. Und so lustig sich das vielleicht liest, so sehr heißt es doch, dass das Konfliktverhalten nicht nur angebracht ist, wenn es an das Aufräumen geht, sondern ganz besonders, wenn es darum geht, den Konflikt gar nicht erst eskalieren zu lassen. Wenn Sie also momentan in dieser Situation sind, so sorgen Sie zügig für Verbesserung, intern, oder durch eine erneute Mediation/ Workshop zur Konfliktlösung.

Wichtig ist hier. Es geht nicht darum, zukünftig Konflikte zu vermeiden, denn wenig ist schlimmer in einem Team, als die Harmoniesuchenden, die sich einer klaren Haltung gerne entziehen, aus purer Sorge und Angst, es könnte zu einem Konflikt kommen. Mit diesem Verhalten tragen die Menschen genau dazu bei, dass das eintritt, was sie vermeiden wollen: der Konflikt.

„Wir wollen den Konflikt lösen, aber …“

Nahezu völlig egal, was nach dem „aber“ an Aussagen kommt, es sind Vorwände und Ausreden. Wer wirklich den Konflikt in seinem Team lösen möchte, der übernimmt Verantwortung. Für sich und für die Kollegen. Handeln ist die einzige Option, Ausreden und Gejammer gab es in der Vergangenheit genug, oder nicht? Und so können Sie natürlich sich noch 292 Seiten von Mediatoren in Deutschland ansehen. Oder direkt in die Umsetzung kommen.

 

♣ Teammediation: Kundenstimmen

Obwohl die Mediation schon länger in Deutschland angekommen ist, wird erst in den letzten Jahren deutlich, dass immer mehr Unternehmen eine externe Mediatorin hinzuziehen und dies, im Gegensatz zu früher, als Ausdruck professionellen Handelns und Stärke gesehen wird.

Hier eine kleine Auswahl an Kundenstimmen von Vorträgen und Workshops, die ich veröffentlichen darf. Besonders die Teammediationen finden in einem sehr vertraulichen Rahmen statt, so dass ich um Verständnis bitte, wenn keine Namen erwähnt werden.

  • AGD Allianz deutscher Designer
  • Asklepios Kliniken
  • BMW Bayerische Motorenwerke
  • Helios Kliniken
  • Deutsche Ärzte Finanz-  Beratungs- und Vermittlungs AG
  • Hamburger Messehallen
  • Dynamit Nobel GmbH
  • Messe Frankfurt
  • Pludra GmbH
  • Spacewood GmbH
  • Universität Hamburg

„Unser Unternehmen ist schnell gewachsen, die Probleme waren vielfältig und daher beauftragten wir Frau Nickelsen. Mit hoher Professionalität, ihrer ruhigen und charmanten Art und der Fähigkeit uns alle zu verstehen und untereinander zu vermitteln hat sie uns geholfen, unser Potential zu entwickeln. Frau Nickelsen stellt perfekte Fragen und ich kann nur zustimmen, wenn es heißt: Kein Mensch schweigt so aussagekräftig und wartet auf eine Antwort wie sie. Haben Sie herzlichen Dank für unsere Zusammenarbeit.“
Paul Gerhard, Kiel

„Ein Workshop zum Thema Konfliktlösung mit Kirstin Nickelsen ist unbezahlbar. Eine Frau, die für ihr Thema brennt, die leise ist, berührt, eine so klare Sprache spricht, dass es nichts mehr zu ergänzen gibt. Als Führungskraft habe ich mich bereits sehr mit dem Thema Konflikt beschäftigt, nie hat es mich jedoch so aufgewühlt, so berührt, so zum Nachdenken über mich gebracht wie gestern. Ich bin Ihnen sehr dankbar und werde Sie gerne empfehlen.“ Hans-Joachim Krauter, Wiesbaden

„Es mag sein, dass Sie Wirtschaftsmediatorin sind, mag sein, dass Sie Trainerin sind, aber, liebe Frau Nickelsen, Sie sind besonders ein Mensch, der fordert. Der wunderbare Fragen stellt und ewig auf Antworten warten kann. Keine Mensch schweigt so aussagekräftig wie Sie. Der gemeinsame Tag hat mich sehr angestrengt, die Ergebnisse sprechen jedoch eine klare Sprache, das habe ich Ihnen zu verdanken.“
Hamburg, Schauhaus

„8 Stunden haben Sie uns begleitet: wir haben viel gestritten, waren wütend und agressiv, haben SIE beschimpft, sind aufgestanden, wollten gehen, blieben sitzen und es passierte das Unmögliche: Wir kamen an ein Ziel (sehr erschrocken war ich, als wir dann auch noch alle gemeinsam lachen konnten:)!
Das Team des Unternehmens xxx ist sich einig, dass wir ohne Sie das alles hier nicht geschafft hätten. Mit Ihrem enormen Einfühlungsvermögen und Ihrer klaren und sehr sicheren Art haben Sie uns begleitet. Wir sind zu tiefstem Dank verpflichtet!”

„Hallo Frau Nickelsen,
ich muss gestehen, dass ich nicht an eine Mediation geglaubt habe. Alles “Wischi-Waschi”, dachte ich. Doch Sie haben uns unterstützt, uns schreien gelassen, uns motiviert und ganz besonders: Sie haben jedem von uns das aufrichtige Gefühl vermittelt, dass alles seine Richtigkeit hat, das Konflikte wichtig sind, dass man sie austragen muss und kann. Wir- und damit schließe ich besonders mich als großen Skeptiker ein- danken Ihnen für die phantastische Arbeit an und mit uns. Gerne werden wir Sie empfehlen!“

Teammediation: weitere Artikel. 

Einige Presseberichte:

Veröffentlichungen:

  • Konflikte lösen: Praktische Tipps für erfolgreiches Konfliktmanagement“, erschienen im C.H. Beck Verlag 2012
  • Ja zum Nein , Selbstachtung statt Harmoniesucht“, erschienen im Springer Verlag, erste Auflage 2015, zweite Auflage 2017.
  • Kolumne in der Freundin

 

Teammediation in Hamburg und ganz Deutschland konkret:
Kirstin Nickelsen. Wirtschaftsmediatorin, Autorin und Trainerin.
Kirstin Nickelsen, Wirtschaftsmediatorin für Teams und in Projekten. Trainerin und Autorin.

Seit 18 Jahren als Wirtschaftsmediatorin tätig, verpflichte ich mich dem  europäischem Verhaltenskodex für Mediatoren. Ich bin außerdem Trainerin und Autorin. Wenn Sie Interesse an einer Teammediation und/oder einer Zusammenarbeit mit mir haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.