Teammediation: In Familienunternehmen Konflikte lösen

Fast 90 Prozent der deutschen Unternehmen (ca. 1,4 Mio.) sind „Familienunternehmen“, die rund 65 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften und knapp 20 Mio. Menschen bzw. rund 65 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigen. Kein Wunder, dass in einem solch großen Markt Krisen und Konflikte entstehen, wenig erstaunlich, dass die Wirtschaftsmediation auch hier greift.

Etwa 75 % aller Lehrlinge werden im Mittelstand bzw. bei Familienunternehmen ausgebildet. Der größte Anteil aller angemeldeten deutschen Patente stammt von Familienunternehmen, was die hohe Innovationskraft und das Unternehmertum bei dieser besonderen Form von Unternehmen belegt. Familienunternehmen sind der Motor der deutschen Wirtschaft. Bis jetzt nutzen lediglich 15 Prozent der Unternehmen eine externe Beratung.

Teammediation in Familienunternehmen: damit Konflikte nicht zur Falle werden!

Wirtschaftliche Belange sowie die Dynamiken der familiären Beziehungen beeinflussen sich gegenseitig und müssen daher ganzheitlich berücksichtigt werden.

Spezialthemen, die in Wirtschaftsmediationen bei Unternehmensnachfolgen regelmäßig auftauchen, und eine große Herausforderung darstellen, sind:

  • Zusammenarbeit zwischen Mediatoren und Fachexperten wie Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und Organisationsberatern,
  • die Unternehmensstrategie,
  • Herstellung einer Verhandlungssituation aus der alle Beteiligten ruhig agieren können,
  • Finanzierung,
  • Rollenverteilung in Betrieb und Familie,
  • Gewinnverwendung,
  • Tabu-Thema Tod, Trauer und Abschied.

Kann sein, dass es ausgesprochen problematisch ist. Aber unausgesprochen ist es eine Katastrophe.

Konflikte im Berufsalltag sind normal, jedoch ist es der Umgang mit ihnen, den man erlernen kann.  Familienunternehmen, für die Streitkultur nicht nur ein schönes Wort, sondern ein Wert ist, den es gilt, in- und extern zu leben, wissen längst,  dass Mediation ein erfolgreicher Weg ist.

 

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